Aber würdest du auch einig gehen, dass es schon ein Unterschied ist, ob jetzt ein Schweizer nach Deutschland zieht oder ob ein Brasilianer nach Deutschland zieht?
Für den Schweizer gibt es wohl viel jehr Gepflogenheiten, welche vergleichbar sind in der Schweiz und in Deutschland. Und Schriftsprache wird er so gut sprechen können um sich quasi in jeder Situation erklären zu können.
Machen wir ein Mikrobeispiel:
Eine Lebensgemeinschaft mit z.B. 20 Menschen hätte die Kapazität vielleicht alle drei Jahre eine Brasilianerin zu integrieren. Nach drei Jahren spricht sie auch so gut Deutsch, damit sie in den meisten Gesprächen teilnehmen kann. Sie hat einen Arbeitsvertrag, sie weiss an welchen Tagen die Läden offen haben, sie weiss wie man eine Versicherung abschliesst etc. Sie könnte auch einer neuen Migrantin dabei helfen sich zu integrieren.
Womöglich wäre bei einer Schweizerin bereits nach einem halben Jahr ein vergleichbarer stabiler Stand in der Gesellschaft möglich.
Daher könnte diese Gemeinschaft von 20 Menschen vielleicht 2 Schweizerinnen pro Jahr aufnehmen. Oder 0.33 Brasilianerinnen pro Jahr.
Und ich würde sagen, dass es wohl eune Obergrenze gibt. Doch diese in einer zahl zu definieren ist wohl unvorstellbar schwierig. Ich denke die Freiheit von uns Individuen selber zu Entscheiden bringt echt gute Resultate.
Denn Menschen migrieren oft an Orte, wo es freie Arbeitsstellen hat. Wo es die Möglichkeit gibt Geld zu verdienen und somit den Lebensunterhalt zu bestreiten. (dazu habe ich kürzlich einen tollen Artikel gelesen. Ich kann den gerne teilen.)
Wenn also ein Land weniger Möglichkeiten bietet zum Arbeiten, so emigrieren viele von da. Wenn ein Land sehr viele Arbeitsmöglichkeiten bietet, so immigrieren viele. Und die natürlichen ressourcen limitieren das Potential zum Wachstum.
Aber das heisst im Umkehrschluss. Die Menschen kommen, weil wir nach ihnen rufen (mit den offenen Stellen).