<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom">
  <updated>2026-08-10T19:14:59Z</updated>
  <generator>https://nostr.now</generator>

  <title>Nostr notes by Katja</title>
  <author>
    <name>Katja</name>
  </author>
  <link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://nostr.now/npub1ekufsdc5rmhc85szm5an7wf46zdt6gj9khcgaf3dslmv90qy85lqdqhtt9.rss" />
  <link href="https://nostr.now/npub1ekufsdc5rmhc85szm5an7wf46zdt6gj9khcgaf3dslmv90qy85lqdqhtt9" />
  <id>https://nostr.now/npub1ekufsdc5rmhc85szm5an7wf46zdt6gj9khcgaf3dslmv90qy85lqdqhtt9</id>
  <icon>https://secure.gravatar.com/avatar/6bede66fd1577fbb66081610678363179715b7fda221d17c3616ed54d23e1e51?s=120&amp;d=mm&amp;r=g</icon>
  <logo>https://secure.gravatar.com/avatar/6bede66fd1577fbb66081610678363179715b7fda221d17c3616ed54d23e1e51?s=120&amp;d=mm&amp;r=g</logo>




  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqsqgpk66yvnvmeruqp63yzj5qtczjc8kd35qsfn9emzqdnklq234ngzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nu6lrp25</id>
    
      <title type="html">Der Umgang mit ME/CFS-Betroffenen ist ein ethisches Desaster – ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqsqgpk66yvnvmeruqp63yzj5qtczjc8kd35qsfn9emzqdnklq234ngzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nu6lrp25" />
    <content type="html">
      Der Umgang mit ME/CFS-Betroffenen ist ein ethisches Desaster – so Dr. Kacik.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ich war gestern auf der Hamburger #Liegenddemo – und durfte Dr. Michael Kacik, Facharzt für Innere Medizin und Angiologie, zum ersten Mal live erleben. Von ihm hatte ich schon so viel gehört. Er blieb noch lange vor Ort, hörte Betroffenen und vor allem Angehörigen zu und war mit uns fassungslos, wie sehr ME/CFS in Forschung und Versorgung noch immer ein Schattendasein führt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Um ihn herum standen regelrecht Fans – Menschen, die durch seine Behandlung wieder am Leben teilnehmen können. Gleichzeitig erzählten sie mir, wie viele Ambulanzen mittlerweile wieder geschlossen wurden und wie weit die Wege für Betroffene rein physisch geworden sind.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;INSERT_STEADY_NEWSLETTER_SIGNUP_HERE&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Seine Kernbotschaft: Wir haben bei schwerst erkrankten ME/CFS-Patientinnen einen besorgniserregenden Versorgungsnotstand – und außer kleiner, aufsuchender Versorgung fast keine zugängliche therapeutische Infrastruktur.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Pflegedienste und Palliativversorgung sind auf diese Erkrankung meist nicht vorbereitet. Die Last liegt bei Angehörigen, Freundinnen, Eltern, Partner*innen – oft bis zur eigenen Überforderung. Unsichtbar.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;a href=&#34;https://loops.video/v/hoIsUL-E2X&#34;&gt;https://loops.video/v/hoIsUL-E2X&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Seine Forderungen:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;An die Politik: Verantwortung übernehmen für eine flächendeckende, spezialisierte Versorgung. Verhindern, dass Betroffene durch verwehrte Ansprüche verarmen. Anerkennen, dass es Impfgeschädigte in Deutschland gibt – mit denselben Rechten auf Hilfsmittel und medikamentöse Versorgung.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;An die Gesellschaft: Nicht wegschauen. Verstehen, dass ME/CFS eine multisystemische organische Erkrankung ist – keine psychische.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;An die Ärzt*innenschaft: Hausärzt*innen stehen in der Pflicht, Versorgungsverantwortung zu übernehmen. ME/CFS braucht immer eine medikamentöse Therapie, nicht Psychotherapie allein – Psychosomatisierung kostet Menschenleben. Es braucht dringend Schulungen, fachärztlichen Austausch und eine Off-Label-Liste bewährter Medikamente, die sich auf die Erfahrung praktizierender Ärzt*innen stützt, nicht allein auf Meta-Analysen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sein eindringlichster Satz: Junge Menschen entscheiden sich zunehmend für begleitete Sterbehilfe, weil dieser Zustand ohne medizinische Hilfe nicht mehr auszuhalten ist. Das, sagt er, ist ein ethisches Desaster –  und sollte Medizin und Politik alarmieren.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src=&#34;https://katja-diehl.de/wp-content/uploads/2026/08/Bildschirmfoto-2026-08-09-um-19.34.29.png&#34;&gt; 
    </content>
    <updated>2026-08-09T17:35:41Z</updated>
  </entry>

  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqsz6c0ufj0rhvmf8fq6vz60v8z9h0uaskz9rvy8uk6k0wty5qkc30gzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nu2g6mts</id>
    
      <title type="html">⚠️ Lasst euch nicht ablenken. ⚠️ Gerade beherrscht die ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqsz6c0ufj0rhvmf8fq6vz60v8z9h0uaskz9rvy8uk6k0wty5qkc30gzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nu2g6mts" />
    <content type="html">
      ⚠️ Lasst euch nicht ablenken. ⚠️&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Gerade beherrscht die Debatte um Krankschreibungen ab dem ersten Tag die Schlagzeilen.&lt;br/&gt;Während wir uns (wie gewünscht?) an Attesten abarbeiten, empören, die Social Media Plattformen überfluten passiert an anderer Stelle sehr viel Grundsätzlicheres – leiser, aber folgenreicher.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;INSERT_STEADY_NEWSLETTER_SIGNUP_HERE&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;⚠️ Die AfD fährt seit Monaten unbeirrt ihren Kurs, zivilgesellschaftliche, demokratische Strukturen zu delegitimieren: mit Dutzenden Kleinen Anfragen und der offenen Forderung, Programme wie „Demokratie leben!“ komplett abzuschaffen, weil es angeblich keine „steuerfinanzierte Zivilgesellschaft“ geben dürfe. Passend dazu bringt die Fraktion am Donnerstag gleich drei Vorlagen im Bundestag ein:&lt;br/&gt;– „24-Punkte-Plan zur Bekämpfung von linksextremer Gewalt und Terror – Jetzt gemeinsam handeln zum Schutz von Demokratie und Rechtsstaat“,&lt;br/&gt;– Antrag „Prävention gegen Linksextremismus stärken – Jugendschutz und Präventionsforschung ausbauen“ sowie&lt;br/&gt;– Gesetzentwurf „zur Sicherung der demokratischen Willensbildung“. Live ab 12.30 Uhr kann dies mit angeschaut werden über das Bundestags-TV-&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;⚠️ Recherchen von Correctiv und der taz zeigen: Jens Spahn hat seit 2018 mehrfach an den geheimen „Dialog“-Treffen des US-Investors Peter Thiel teilgenommen – einem international vernetzten Zirkel abseits jeder demokratischen Kontrolle.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;⚠️ In Baden-Württemberg hat die grün-schwarze Koalition trotz Mitgliederbefragung und internem Widerstand die gesetzliche Grundlage für den Einsatz der Überwachungssoftware Palantir Gotham bei der Polizei geschaffen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;⚠️ Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben am 2. Juli beschlossen, das Informationsfreiheitsgesetz faktisch abzuschaffen. Zivilgesellschaft, Presse und Menschen ohne deutsche oder EU-Staatsbürgerschaft sollen künftig von Anfragen ausgeschlossen werden, Behördennamen sollen konsequent geschwärzt werden. 110 Organisationen fordern heute: „Hände weg vom IFG! Retten Sie die Informationsfreiheit.“ (Links zu allen demokratiefeindlichen Vorfällen im Kommentar)&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;⚠️ Auch die aktuelle Debatte ums „neue Männerbild“ bei den Grünen gehört für mich in diese Kategorie des falschen Fokus´ zu einer „Unzeit“:&lt;br/&gt;Sie verwässert den Blick auf das, was wirklich zählt, und bindet Aufmerksamkeit, die wir gerade nicht verschenken können.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Bewahrung der Demokratie heißt für mich aktuell in dieser Woche:&lt;br/&gt;⚠️ Ostdeutsche Demokratieprojekte und die Menschen dahinter sichtbar machen und ihnen Reichweite verschaffen.&lt;br/&gt;⚠️ Politiker*innen der Parteien schreiben, die wir nicht gewählt haben, und einfordern, dass sie demokratisch handeln und allen Bürger*innen ihre Rechte nach dem Grundgesetz ohne Unterschied zugestehen.&lt;br/&gt;⚠️ Und ganz konkret: Bei den CSD-Orgateams im Osten nachfragen, ob Support von nicht-queeren Allys vor Ort gewünscht ist – und dann im wahrsten Sinne Flagge zeigen für die, die gerade am stärksten unter Druck stehen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Dir gefällt was ich tue?&lt;br/&gt;1 × wöchentlich schaue ich in den Rückspiegel: Wo stehen wir in der Mobilitätswende? Und gebe Abonnent:innen exklusive Inhalte mit meinen Steady-Paketen: &lt;br/&gt;INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Alle Quellen:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;AfD-Kurs gegen „Demokratie leben!“:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;a href=&#34;https://taz.de/Rechtsextreme-gegen-Zivilgesellschaft/!6156330/&#34;&gt;https://taz.de/Rechtsextreme-gegen-Zivilgesellschaft/!6156330/&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;a href=&#34;https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1182530&#34;&gt;https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1182530&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Spahn-Thiel-Treffen:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;a href=&#34;https://correctiv.org/aktuelles/das-spahn-netzwerk/2026/06/18/jens-spahn-peter-thiel-dialog/&#34;&gt;https://correctiv.org/aktuelles/das-spahn-netzwerk/2026/06/18/jens-spahn-peter-thiel-dialog/&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;a href=&#34;https://taz.de/Jens-Spahn-und-Peter-Thiel/!6189077/&#34;&gt;https://taz.de/Jens-Spahn-und-Peter-Thiel/!6189077/&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;a href=&#34;https://www.lobbycontrol.de/pressemitteilung/peter-thiels-treffen-und-jens-spahns-gefaehrliches-spiel-mit-der-demokratie-125535/&#34;&gt;https://www.lobbycontrol.de/pressemitteilung/peter-thiels-treffen-und-jens-spahns-gefaehrliches-spiel-mit-der-demokratie-125535/&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Palantir in Baden-Württemberg:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;a href=&#34;https://netzpolitik.org/2025/baden-wuerttemberg-gruene-geben-polizeidaten-fuer-palantir-frei/&#34;&gt;https://netzpolitik.org/2025/baden-wuerttemberg-gruene-geben-polizeidaten-fuer-palantir-frei/&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;a href=&#34;https://www.klassegegenklasse.org/palantir-fuer-die-polizei-gruene-stimmen-fuer-neues-polizeigesetz-in-baden-wuerttemberg/&#34;&gt;https://www.klassegegenklasse.org/palantir-fuer-die-polizei-gruene-stimmen-fuer-neues-polizeigesetz-in-baden-wuerttemberg/&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;a href=&#34;https://keinebasisfuerpalantir.de/&#34;&gt;https://keinebasisfuerpalantir.de/&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;IFG-Offener Brief und Petition:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;a href=&#34;https://fragdenstaat.de/artikel/policy/2026/07/xy-organisationen-fordern-rettet-die-informationsfreiheit/&#34;&gt;https://fragdenstaat.de/artikel/policy/2026/07/xy-organisationen-fordern-rettet-die-informationsfreiheit/&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;a href=&#34;https://weact.campact.de/petitions/spd-stoppt-den-frontalangriff-auf-die-informationsfreiheit&#34;&gt;https://weact.campact.de/petitions/spd-stoppt-den-frontalangriff-auf-die-informationsfreiheit&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Liste der CSD in Ostdeutschland:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Nächste CSDs im Osten&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Juli&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;11.07. – CSD Cottbus (Brandenburg)&lt;br/&gt;11.07. – CSD Freiberg (Sachsen)&lt;br/&gt;11.07. – CSD Köthen (Sachsen-Anhalt)&lt;br/&gt;11.07. – CSD Pirna (Sachsen)&lt;br/&gt;18.07. – CSD Leipzig (Sachsen)&lt;br/&gt;18.07. – CSD Brandenburg an der Havel (Brandenburg)&lt;br/&gt;18.07. – CSD Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)&lt;br/&gt;18.07. – CSD Sonneberg (Thüringen)&lt;br/&gt;25.07. – CSD Frankenberg (Sachsen)&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;August&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;01.08. – CSD Naumburg (Saale) (Sachsen-Anhalt)&lt;br/&gt;15.08. – CSD Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern)&lt;br/&gt;15.08. – CSD Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern)&lt;br/&gt;15.08. – CSD Plauen (Sachsen)&lt;br/&gt;22.08. – CSD Magdeburg (Sachsen-Anhalt)&lt;br/&gt;22.08. – CSD Mühlhausen (Thüringen)&lt;br/&gt;22.08. – CSD Riesa (Sachsen)&lt;br/&gt;29.08. – CSD Gotha (Thüringen)&lt;br/&gt;29.08. – CSD Königs Wusterhausen (Brandenburg)&lt;br/&gt;29.08. – CSD Ludwigsfelde (Brandenburg)&lt;br/&gt;29.08. – CSD Zwickau (Sachsen)&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;September&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;05.09. – CSD Erfurt (Thüringen)&lt;br/&gt;11.09. – CSD Luckenwalde (Brandenburg)&lt;br/&gt;12.09. – CSD Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)&lt;br/&gt;12.09. – CSD Nordhausen (Thüringen)&lt;br/&gt;12.09. – CSD Rathenow (Brandenburg)&lt;br/&gt;12.09. – CSD Wismar (Mecklenburg-Vorpommern)&lt;br/&gt;12.09. – CSD Zittau (Sachsen)&lt;br/&gt;13.09. – CSD Eisenach (Thür.) (Thüringen)&lt;br/&gt;19.09. – CSD Bad Belzig (Brandenburg)&lt;br/&gt;19.09. – CSD Döbeln (Sachsen)&lt;br/&gt;19.09. – CSD Hennigsdorf (Brandenburg)&lt;br/&gt;19.09. – CSD Jüterbog (Brandenburg)&lt;br/&gt;19.09. – CSD Oberhavel (Brandenburg)&lt;br/&gt;19.09. – CSD Teltow-Fläming in Jüterbog (Brandenburg)&lt;br/&gt;26.09. – CSD Gera (Thüringen)&lt;br/&gt;26.09. – CSD Görlitz (Sachsen)&lt;br/&gt;26.09. – CSD Stendal (Sachsen-Anhalt)&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Oktober&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;10.10. – CSD Prenzlau (Brandenburg)&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src=&#34;https://katja-diehl.de/wp-content/uploads/2026/07/demokratie-abbau.png&#34;&gt; 
    </content>
    <updated>2026-07-07T12:33:00Z</updated>
  </entry>

  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqs8p2q8phwa52sn9qf82fm74hwndrpspnyd72ls3cspdsuvznkl0ngzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nuuqsq5r</id>
    
      <title type="html">Kommunikativer Klimahammer nachweislich „erfolgreich“. Danke ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqs8p2q8phwa52sn9qf82fm74hwndrpspnyd72ls3cspdsuvznkl0ngzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nuuqsq5r" />
    <content type="html">
      Kommunikativer Klimahammer nachweislich „erfolgreich“.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Danke Jan Rosenow für die als Open Access zur Verfügung gestellte Studie zum „Heizungshammer“.&lt;br/&gt;Es mag etwas angemessen klingen, aber diese Mechanismen wirken bis in das Persönliche von Menschen wie mir – verhindern Aufträge und Buchungen, wenn das Framing erstmal steht. Ich bin Dank Bild „Deutschlands Autohasserin Nummer 1“. So wurde vor Jahren getitelt. Und weitere Framings aus dem Journalismusdarstellerverein Axel-Springer-Verlag folgten. Kontinuierlich. Härter dann das Geraune durch Millionärsplattformen wie Ni-Us und rechtsdrallige Medienimitatoren.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Jetzt ist es sozusagen amtlich, und damit für die Genannten wahrscheinlich „gelogen“, weil sie stets wissenschaftsfern agieren.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ein einziges, unterkomplexes Wort aus der BILD hat eine wichtige Transformation zerstört. Funfact: Die Basis von dieser kam von der Union. Aber das spielte keine Rolle, denn es ging darum, die Ampel zu beenden.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Im Februar 2023 leakt die BILD einen Entwurf zum Gebäudeenergiegesetz und tauft ihn so knackig wie falsch: „Heizungshammer“. Innerhalb eines Jahres steht dieses Wort in über 1.100 Artikeln. Das eigentliche Gesetz wird bis zur Unkenntlichkeit verwässert.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Zahlen der Studie sind schockierend:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;„Hammer“ allein in der BILD über 250-mal. „Heizungsverbot“ – obwohl es so nie gab – in 800 weiteren Artikeln. Robert Habeck wird 839-mal namentlich genannt, oft mehr als zweimal pro Artikel. Die Berichterstattung lebte von Personalisierung, ökonomischem Schreckensszenario-Narrativ und dem Vorwurf, alles sei nur ideologisch getrieben. Was im Entwurf tatsächlich stand – und der war weit moderater als die Schlagzeilen – war nicht von Interesse. Denn um Inhalte ging es hier nicht.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Nur eine Handvoll Medien, vor allem Nischenformate wie klimareporter° oder Volksverpetzer (bewerft ihr diese schon mit Geld), haben sich den Originaltext wirklich angesehen. Der Rest hat erstmal vor allem die Propaganda ohne journalistischen Mehrwert weitergebrüllt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die politischen Folgen? Katastrophal:&lt;br/&gt;Die 65-%-Erneuerbare-Pflicht wurde verwässert. Effizienzstandards für Neubauten wurden gestrichen. Deutschland hat seine langjährige Unterstützung für Mindeststandards in der EU-Gebäuderichtlinie fallen lassen. Und dieses Frühjahr schafft die Regierung dann auch noch 65%-Pflicht ab.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Was mich daran wirklich wütend macht: Das Gesetz ist nicht an seinen Inhalten gescheitert, sondern daran gescheitert, dass eine Medienkampagne die Deutungshoheit hatte, bevor die Politik überhaupt reagieren konnte. Framing first, Fakten least.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das ist eine Blaupause. Jedes Land, das fossile Heizungen ausphasen will, sollte diese Studie lesen. Klimagesetze können technisch absolut richtig sein und trotzdem politisch scheitern. Wenn das falsche und bewusst spaltende emotionale Framing zuerst da ist.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das passende Bild stammt mal wieder von Guido Kühn.&lt;br/&gt;Was sind deine Ideen gegen diese kommunikative Zerstörungswut?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src=&#34;https://katja-diehl.de/wp-content/uploads/2026/07/heiz-1920x1358.jpeg&#34;&gt; 
    </content>
    <updated>2026-07-02T09:43:14Z</updated>
  </entry>

  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqstkdf0kkph834cvgjtdl5krkqcn30y9jqazlc2a9sgnd5c4vkhu0qzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nutu54ry</id>
    
      <title type="html">Italo kommt – und viele jubeln. Das ist ein Fehler. In der ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqstkdf0kkph834cvgjtdl5krkqcn30y9jqazlc2a9sgnd5c4vkhu0qzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nutu54ry" />
    <content type="html">
      Italo kommt – und viele jubeln. Das ist ein Fehler.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;In der Nacht zum 24. Juni 2026 stand der gesamte deutsche Bahnverkehr still. Ein fehlerhaftes IT-Update lahmte das Zugfunksystem GSM-R bundesweit. Hunderttausende saßen fest. Das ist die Realität, in der sich Menschen in und um Bahnen bewegen: Überlastete Infrastruktur aus vergangenen Jahrhunderten, weder hitze- noch krisenresiliente Systeme und ein Schienennetz, das voll ausgelastet ist, auch weil viele Schienen aus der Vergangenheit nicht mehr existieren, sondern abgebaut wurden. Denn feiert ein Teil der Politik und der Öffentlichkeit die mögliche Ankunft eines neuen ausländischen Mitbewerbers auf dem deutschen Schienennetz. Als wäre Konkurrenz die Antwort auf ein System, das an seinem eigenen Fundament bröckelt. Als wäre ein Konkurrent, der sich nur auf stark nachgefragte und damit attraktive Strecken beschränkt etwas, was uns aus der Krise fährt.Wettbewerb auf einem kaputten Netz&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Begeisterung für Italo folgt einer einfachen Logik: Konkurrenz drückt Preise, verbessert Service, belebt den Markt. In Italien hat das funktioniert – die Preise sanken laut Verkehrsökonom Paolo Beria um 15 bis 20 Prozent, die Frequenz auf Hauptstrecken verdoppelte sich. Klingt verlockend.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber Italien 2012 und Deutschland 2026 sind nicht dasselbe.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Deutschland hat in den vergangenen 70 Jahren über 15.000 Kilometer Bahnstrecken abgebaut. Das Netz schrumpfte von 40.800 auf 33.470 Kilometer – während die Fahrgastzahlen um 75 Prozent stiegen. Die verbliebenen Hauptstrecken fahren dauerhaft an ihrer Kapazitätsgrenze. Stellwerke stammen aus den 1960ern. Die Sicherheitstechnik ist so veraltet, dass ein einziges fehlerhaftes Update die gesamte Republik lahmlegen kann.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;In dieses System soll jetzt ein privater Konkurrent einsteigen – auf den zwei profitabelsten Trassen des Landes: München–Dortmund und München–Hamburg.Rosinenpickerei mit Ansage&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Italo ist kein Wohltäter. Das Unternehmen ist ein Privatkonzern mit dem Ziel, Gewinne zu erwirtschaften. Dass es mit genau den lukrativsten Verbindungen beginnen will, ist betriebswirtschaftlich logisch – und strukturpolitisch gefährlich.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die EVG hat in einer ersten Analyse ausgewertet, was passiert, wenn die Deutsche Bahn von den Haupttrassen gedrängt wird: Mindestens 16 Städte verlören demnach ihre Fernverkehrsanbindung oder würden massiv ausgedünnt. Aachen. Rostock. Chemnitz. Saarbrücken. Magdeburg. Augsburg. Münster – mit 300.000 Einwohnern eine der 25 größten Städte Deutschlands.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Der Grund ist simpel: Die DB quersubventioniert unrentable Verbindungen mit den Gewinnen aus den Hauptstrecken. Wer ihr diese Gewinne entzieht, entzieht auch die Grundlage für die Versorgung der Fläche. Das ist die Realität eines Systems, das seit Jahrzehnten unterfinanziert wird und auf Querfinanzierung angewiesen ist.Die falsche Reihenfolge&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Mehr Wettbewerb kann funktionieren. Aber nicht jetzt. Nicht so.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Was Deutschland braucht, ist keine zusätzliche Konkurrenz auf den Strecken, die noch halbwegs funktionieren. Was Deutschland braucht, ist ein massiver Ausbau der Kapazitäten – mehr Gleise, modernere Stellwerke, reaktivierte Strecken in der Fläche – bevor man die profitabelsten Adern des Systems privaten Anbietern überantwortet.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das Schweizer Modell, auf das wir zu Recht neidisch blicken, beruht nicht auf Wettbewerb zwischen privaten Betreibern. Es beruht auf langfristiger staatlicher Finanzierung, integrierten Taktfahrplänen und dem politischen Willen, Bahn als Daseinsvorsorge zu verstehen – nicht als Markt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Deutschland investiert 198 Euro pro Kopf in seine Schieneninfrastruktur. Die Schweiz 480 Euro. Österreich 352 Euro. Der Abstand ist nicht mit Italo-Zügen aufzuholen.Was jetzt gebraucht wird&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Forderung der EVG nach Paketlösungen – also der Verpflichtung, auch Verbindungen in der Fläche zu übernehmen – ist das Mindeste, was regulatorisch eingefordert werden müsste. Der Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz spricht von „wenig Gegenliebe“ gegenüber einer Bahn, die nur Metropolen verbindet. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wer wirklich eine bessere Bahn will, muss die richtigen Fragen stellen: Warum können wir uns nicht leisten, was die Schweiz seit Jahrzehnten leistet? Warum fließen Milliarden in neue Autobahnen, während GSM-R kollabiert? Warum wird über Marktöffnung debattiert, bevor das Marktfundament steht?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Italo ist Symptom einer verfehlten Priorisierung. Wir jubeln über einen neuen Zug, während der Bahnhof brennt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src=&#34;https://katja-diehl.de/wp-content/uploads/2026/07/italo.png&#34;&gt; 
    </content>
    <updated>2026-06-30T07:57:15Z</updated>
  </entry>

  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqs0je8an9ee5jw63s4ycxfmng65a95n5v0d092mh7kh2z5yr2yrnzqzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nu2l4adv</id>
    
      <title type="html">Die Rechnung des Risikos: Zweistellige Milliarden gegen Terror, ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqs0je8an9ee5jw63s4ycxfmng65a95n5v0d092mh7kh2z5yr2yrnzqzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nu2l4adv" />
    <content type="html">
      Die Rechnung des Risikos: Zweistellige Milliarden gegen Terror, Millionen und pdf´s gegen die Klimakatastrophe.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Stellen Sie sich einen Samstag vor, an dem ausländische Terrorist*innen das komplette Straßenbahnnetz von Leipzig lahmlegen. Gleichzeitig werden zig Autobahnabschnitte und Bundesstraßen quer durch Deutschland gesperrt – macnhe davon tagelang.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Was würde passieren? Eine Sondersitzung des Bundestages. Eilgesetze. Milliarden für neue Sicherheitspakete. Talkshows rund um die Uhr. Und wahrscheinlich mindestens drei neue Gesetze zur Grenzkontrolle oder Abschiebung. Wir würden den Notstand ausrufen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Stattdessen geschah am 27. Juni 2026 Folgendes: Es war 41 Grad heiß. Der Belag rund um die Schienen in Leipzig verformte sich so stark, dass der Verkehr eingestellt werden musste. Der Asphalt auf einigen Autobahnen wurde flüssig oder blähte sich auf und brach. Und niemand rief den Notstand aus. Stattdessen gab es eine Warnung im Wetterbericht und den Rat, früh morgens spazieren zu gehen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Dieser Vergleich ist kein Gedankenexperiment, sondern spiegelt die Realität wider: Der „Täter“, der unsere Infrastruktur lahmlegt, heißt Klimakrise. Und er tötet uns schon seit Jahren – nur nennen wir es nicht Terrorismus, weil es keine Einzelperson ist, die hinter Gittern landen könnte. Fossile Konzerne und Regierungen mal ausgenommen.Die Opferbilanz: Ein falsches Maß an Angst&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Um die Dimensionen zu verstehen, müssen wir die Zahlen ansehen. Die Angst vor islamistischem Terror ist real, aber sie ist statistisch gesehen minimal im Vergleich zur Gefahr durch extreme Hitze.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Seit 2001 sind in Deutschland durch islamistischen Terror etwa 30 bis 50 Menschen getötet worden [1]. Das entspricht einem Durchschnitt von zwei bis drei Todesopfern pro Jahr. Im Gegensatz dazu starben allein im Hitzesommer 2003 in Deutschland schätzungsweise 7.600 Menschen [2]. In den Jahren 2022 bis 2024 wurden in Europa insgesamt 181.000 hitzebedingte Todesfälle gezählt [3]. Auch in Deutschland bleiben die Zahlen hoch: Jährlich sterben hierzulande zwischen 3.000 und 4.500 Menschen an den Folgen extremer Hitze [4].&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Klimakatastrophe ist kein zukünftiges Szenario, sondern ein gegenwärtiger Mörder mit einer Bilanz, die jene des organisierten Terrors um Größenordnungen übertrifft.Die Haushaltsrealität: 270.000 zu 1&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Noch deutlicher wird das Missverhältnis, wenn man die staatlichen Ausgaben betrachtet. Hier offenbart sich, wofür wir als Gesellschaft bereit sind, unseren Geldbeutel zu öffnen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Der Haushalt des Bundesministeriums des Innern (BMI) beläuft sich für 2025 auf 13,75 Milliarden Euro, wobei allein 7,2 Milliarden Euro für Sicherheitsbehörden vorgesehen sind [5]. Hinzu kommen spezifische Anti-Terror-Programme und Budgets für das BKA. Es fließen Milliarden im zweistelligen Bereich in die Prävention und Bekämpfung von Terroranschlägen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Im Vergleich dazu ist die Förderung für Klimaanpassung und Hitzeschutz verschwindend gering. Das Umweltressort hat für Klimaanpassungsmaßnahmen insgesamt 38,57 Millionen Euro veranschlagt [6]. Zwar gibt es einmalige Mittel für die Städtebauförderung, doch ein eigenständiges, massiv finanziertes Programm zum Schutz der Bevölkerung vor Hitze fehlt. Der Hitzeschutzplan des Bundesgesundheitsministeriums existiert primär als PDF-Dokument ohne entsprechende finanzielle Rückendeckung [7].&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Rechnet man die Ausgaben pro verhinderten oder betrauernden Todesfall, ergibt sich ein schockierendes Verhältnis: Für jeden Euro, der effektiv in den Schutz vor Hitzetoten investiert wird, mobilisiert der Staat etwa 270.000 Euro für die Terrorbekämpfung [8]. Selbst bei konservativen Schätzungen liegt das Verhältnis bei Hunderttausenden zu Eins.Warum wir verdrängen, was wirklich notwendig wäre. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Warum behandeln wir diese beiden Bedrohungen so unterschiedlich? Die Antwort liegt in der Wahrnehmung. Terroranschläge sind punktuell, medial sichtbar und haben klare Täter. Sie lösen eine akute Panikreaktion aus. Die Klimakrise hingegen ist diffus, langsam wirkend und ihre Opfer sind oft ältere Menschen, die vielleicht sogar einsam in ihren Wohnungen sterben. Sie sind nicht spektakulär genug, um die politische Agenda zu dominieren.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Es ist, als würde unsere Gesellschaft versuchen, die Klimakatastrophe wie Klimaflüchtlinge zu behandeln: Wir hoffen, dass wir sie an den Außengrenzen abweisen können, statt uns auf die Realität vor der eigenen Haustür einzustellen. Aber die Hitze kennt keine Grenzen. Sie kommt herein, egal welche Mauern wir bauen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wir brauchen keine neuen Abschiebungsgesetze für die Wärme. Wir brauchen massive Investitionen in grüne Städte, hitzeresistente Infrastruktur und soziale Sicherungssysteme, die den Schwächsten schützen. Solange wir jedoch Milliarden für die Sicherheit vor einem statistischen Randphänomen ausgeben, während wir Tausende hitzebedingter Todesfälle als „natürlich“ hinnehmen, haben wir die Prioritäten verwechselt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Frage ist nicht, ob wir uns vor Terror schützen sollen. Die Frage ist, warum wir uns nicht gleichermaßen vor dem schützen, was tatsächlich massenhaft tötet.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Quellen:&lt;br/&gt;[1] Wikipedia: Liste der Terroranschläge in Deutschland seit 1945; diverse Berichte des Verfassungsschutzes.&lt;br/&gt;[2] Robert Koch-Institut (RKI): Wochenberichte zur Hitzemortalität; historische Analysen zum Sommer 2003.&lt;br/&gt;[3] Europäische Agentur für Umweltfragen (EEA) &amp;amp; RKI: Daten zur hitzebedingten Sterblichkeit in Europa 2022–2024.&lt;br/&gt;[4] Apotheken Umschau / RKI: Aktuelle Daten zur hitzebedingten Mortalität in Deutschland (2023–2025).&lt;br/&gt;[5] Bundesministerium des Innern (BMI): Pressemitteilung zum Haushalt 2025.&lt;br/&gt;[6] Deutscher Bundestag: Drucksachen zum Haushalt für Klimaanpassung im Umweltressort.&lt;br/&gt;[7] Bundesministerium für Gesundheit (BMG): Hitzeschutzplan 2023.&lt;br/&gt;[8] Berechnung basierend auf den oben genannten Haushaltsdaten und Mortalitätsstatistiken.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src=&#34;https://katja-diehl.de/wp-content/uploads/2026/06/roszie-climate-change-8405380-1920x1440.png&#34;&gt; 
    </content>
    <updated>2026-06-29T13:22:07Z</updated>
  </entry>

  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqs0yl6rwl95urtrc4xvwml6ntxgmpp5ceg6z9z7xj8vnya0nvepe7szyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7num0lffw</id>
    
      <title type="html">„Tote Winkel“ durch neue Allianzen in Hamburg überwinden: ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqs0yl6rwl95urtrc4xvwml6ntxgmpp5ceg6z9z7xj8vnya0nvepe7szyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7num0lffw" />
    <content type="html">
      „Tote Winkel“ durch neue Allianzen in Hamburg überwinden: Ein Lkw-Unternehmer und der ADFC im Gespräch.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;  &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;              &lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;              &lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;              &lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;              &lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;              &lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;              &lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;              &lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;          &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;  &lt;br/&gt;  &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;      &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;    &lt;br/&gt;  &lt;br/&gt;  &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;            &lt;br/&gt;        &lt;br/&gt;	&lt;br/&gt;		&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Bereits vier tote Radfahrer in Hamburg 2026. Davon drei Rechtsabbieger-Unfälle mit Lastwagen. Und dann ein Ort der Trauer, an dem plötzlich etwas Unerwartetes passiert ist: Die Logistikbranche nimmt erstmalig an einer Mahnwache für einen toten Radfahrer teil und kommt mit Zugmaschinen, an denen riesige Planen hängen: „Es geht nur zusammen – Fahrrad und Lkw.“ ist dort zu lesen&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aus diesem Moment – aus dieser seltenen Begegnung von Schmerz und Dialog – ist dieses Gespräch und eine neue Allianz entstanden. Denn Radfahrende wollen sicher fahren können – und Lkw-Fahrende niemanden gefährden.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ich spreche mit Michael Garbe, Inhaber eines der größten Hamburger Transportunternehmen, und Leo Strohm, ehrenamtlicher Vorstand des ADFC Hamburg. Zwei Männer, zwei Welten, aber ein gemeinsames Ziel: Dass niemand mehr sterben muss.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Warum kommt ein Spediteur zu einer Mahnwache für getötete Radfahrende?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Michael Garbe sagt es klar: „Das kann nicht angehen, dass wir einmal im Monat eine Mahnwache haben.“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Für ihn ist das kein politisches Statement, sondern eine Frage der täglichen Arbeit. Er kennt seine Fahrer*innen. Er fährt selbst Lkw. Und er weiß: Crashes mit teilweise tödlichem Ausgang gehen an niemandem spurlos vorbei. Daher setzen sich viele in der Branche dafür ein, dass beide Seiten sicherer werden – durch kraftvolle politische Maßnahmen und gegenseitiges Verständnis. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Garbe und seine Kollegen waren auch zum Gedenken gekommen, weil sie wissen, dass Technik allein nicht reicht. Sein Unternehmen hat freiwillig neben dem vorgeschriebenen Abbiegeassistenten inzwischen alle Lkw mit Kameras nachgerüstet. „Der Assistent, das ist nur ein Piepton.“ Technologie hilft, aber sie ersetzt nicht, zu sehen und gesehen zu werden.Leo Strohm beschreibt, was dieser Moment der Begegnung mit ihm gemacht hat. Es geht nicht um Vorwürfe, es geht um Erkenntnis. „Ohne Dialog, ohne aufeinander Zugehen wird eine Verbesserung für beide Seiten nicht funktionieren.“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Es ist kein Geheimnis, dass Rechtsabbieger-Situationen, wo Lkw und Rad gemeinsam in die Kreuzung geschickt werden, die größte Gefahr für Radfahrende sind. Das zeigen auch die drei Toten in Hamburg. Wo bleibt die Politik?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beide Sprecher kritisieren sehr deutlich, was fehlt: Politische Konsequenz.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Leo Strohm hält der Hamburger Politik vor, dass Vision Zero – also das Ziel von null Verkehrstoten – „eine sehr untergeordnete Rolle spielt“. Was er stattdessen sieht? „Nur Lippenbekenntnisse.“ Maßnahmen werden diskutiert, aber nicht durchgesetzt. Infrastruktur wird versprochen, aber nicht gebaut. Und währenddessen sterben Menschen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Michael Garbe ergänzt aus der Praxis: Spätestens mit den eBikes haben sich neue Verhältnisse auf der Straße gebildet, die eine stärkere Trennung von Rad- und Pkw-/Lkw-Verkehr notwendig machen. Der Blick in den Spiegel ist nicht derselbe, wenn sich Geschwindigkeiten ändern. Kameras sind gut. Schulungen sind wichtig. Aber am Ende entscheidet die Gestaltung der Begegnungszonen, ob tödliche Konflikte ermöglicht werden.Perspektivwechsel als Überlebensstrategie&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Am Ende dieses Gesprächs steht keine Schuldzuweisung, sondern ein Aufruf zum Perspektivwechsel.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Michael Garbe wünscht sich: „Dass sich jeder Radfahrende mal in einen Lkw setzt.“ Einfach mal ein Gefühl dafür entwickeln, wie die Welt vom „Bock aus“ wahrgenommen wird. Hier einigen sich beide schnell, dass sie dazu einladen werden, auch damit sich die, die immer als Feind*innen gelesen werden, Radfahrende und Lkw-Fahrer*innen, eine starke Allianz gemeinsamer Interessen bilden – anstatt sich von der Politik, aber auch der Gesellschaft gegeneinander ausspielen zu lassen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Leo Strohm fährt viel Rad, sehr aktiv auch im Kontakt mit seinen Mitmenschen. „Auf der anderen Seite, im Auto,  sitzen Menschen. Ich grüße – und ich kriege meistens einen netten Gruß zurück.“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Genau darum geht es. Nicht um Feindbilder. Nicht um „Lkw gegen Rad“. Sondern um die Erkenntnis: Wir teilen die Straße. Wir teilen das Risiko. Und wir teilen die Verantwortung dafür, dass alle sicher nach Hause kommen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;#Blogbeitrag #Podcast #SheDrivesMobility&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;a href=&#34;https://katja-diehl.de/podlove/file/272/s/activitypub/SheDrivesMobility_193__Garbe&#43;Strohm.mp3&#34;&gt;https://katja-diehl.de/podlove/file/272/s/activitypub/SheDrivesMobility_193__Garbe&#43;Strohm.mp3&lt;/a&gt;
    </content>
    <updated>2026-06-28T04:06:00Z</updated>
  </entry>

  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqszy3xffznw3wnqjheqdwkejy2j83vf7maqcxvksts5cmhxeap5lvszyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nuxfcet2</id>
    
      <title type="html">Mit dem Finger zu zeigen – so wirksam wie ein Gespräch!? ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqszy3xffznw3wnqjheqdwkejy2j83vf7maqcxvksts5cmhxeap5lvszyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nuxfcet2" />
    <content type="html">
      Mit dem Finger zu zeigen – so wirksam wie ein Gespräch!?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Litauen halbiert die Bahnpreise. Deutschland senkt die Steuer auf Flugtickets.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Zwei Länder. Zwei Krisen-Antworten. Zwei völlig unterschiedliche Vorstellungen davon, wem Politik in schwierigen Zeiten dient.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das staatliche litauische Bahnunternehmen LTG Link reagiert auf hohe Spritpreise mit einer einfachen Entscheidung: alle Ticketpreise im nationalen Schienennetz – halbiert.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Verkehrsminister Juras Taminskas: „Von Familien über Studierende bis hin zu Senior*innen – alle werden von diesen günstigeren Tarifen profitieren. Niemand sollte unter den steigenden Preisen leiden.“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das zeigt: Ein staatlicher Konzern kann in der Krise sehr viel richtig machen. Wenn die richtigen Menschen in der Verantwortung sitzen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und genau da liegt der Punkt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ich könnte jetzt die Union und die SPD beschimpfen. Das tue ich ehrlich gesagt manchmal. Es fühlt sich gut an. Für etwa fünf Minuten.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ändert es etwas? Nein.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Was etwas ändert:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das Gespräch mit den Menschen in unserem Leben, die ihr Kreuz bewusst dort gesetzt haben, wo die die Politik stand, deren Umsetzung wir erleben.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Kollegin. Der Bruder. Die Nachbarin. Die Freundin, mit der man über alles reden kann – nur nicht über Politik, weil es „zu anstrengend“ wird.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Union hat im Wahlkampf nicht versteckt, wofür sie steht.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das stand auf den Plakaten, in den Interviews, in den Programmen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Menschen haben das gewählt. Das ist Demokratie.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und Demokratie bedeutet auch: Wer eine andere Politik will, muss nicht lauter posten. Sondern besser überzeugen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das ist unbequemer als Empörung. Es kostet mehr. Es braucht Geduld, echtes Zuhören und die Bereitschaft, den eigenen Standpunkt zu erklären – ohne zu belehren.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Litauen zeigt, was möglich ist, wenn der politische Wille da ist. Die Frage ist nicht, ob wir das wissen. Die Frage ist, wen wir damit erreichen – und ob wir bereit sind, dafür aus unserer eigenen Blase herauszutreten.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die richtigen Entscheidungen brauchen die richtigen Entscheider*innen. Und die kommen nur durch die richtigen Wahlen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Was machst du?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Mit dem Finger zeigen oder in das unbequeme Gespräch gehen – und selbst Verantwortung übernehmen?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;#Blogbeitrag&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src=&#34;https://katja-diehl.de/wp-content/uploads/2026/04/Litauen-halbiert-Bahnpreise.-Deutschland-verbilligt-Fliegen.png&#34;&gt; 
    </content>
    <updated>2026-04-01T20:54:44Z</updated>
  </entry>

  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqsx2297szr6yv7y6z7hfpn9lxqclvvre3nnsy88t6mpxrywj3ahe0gzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nugv8pz5</id>
    
      <title type="html">Hört endlich auf, es „Habecks Heizungsgesetz“ zu nennen Eine ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqsx2297szr6yv7y6z7hfpn9lxqclvvre3nnsy88t6mpxrywj3ahe0gzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nugv8pz5" />
    <content type="html">
      Hört endlich auf, es „Habecks Heizungsgesetz“ zu nennen&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Eine Frage, die mich gerade beschäftigt:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Warum nennen wir es immer noch „Habecks Heizungsgesetz“?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das Gebäudeenergiegesetz – GEG – wurde 2020 von der Großen Koalition beschlossen. Von CDU und SPD. Es war kein grünes Projekt, kein Habeck-Experiment, kein linkes Vorhaben. Es war Unionspolitik.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Ampel hat es 2023 reformiert und verschärft – das stimmt. Aber den Ursprung dieser gesetzlichen Regelung konsequent zu ignorieren und das Gesetz nach einem Minister zu benennen, der es nur weiterentwickelt hat: Das ist kein Versehen. Das ist Framing. Und wir übernehmen es täglich – in Medien, in Gesprächen, in sozialen Netzwerken.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Warum ist das wichtig?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Weil genau dieses Framing jetzt benutzt wird, um die Abschaffung des Gesetzes als Befreiungsakt zu verkaufen. Katherina Reiche, die neue Wirtschaftsministerin und frühere Chefin des größten Gasnetzbetreibers Deutschlands, will das GEG kippen. Die Union feiert das als Korrektur eines „grünen Irrwegs“.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Dabei korrigiert sie gerade ihr eigenes Gesetz.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das ist nicht nur faktenavers. Das ist eine bewusste Realitätsverweigerung – und sie funktioniert nur, weil wir das Framing mitspielen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Mein Appell:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Hört auf, es „Habecks Heizungsgesetz“ zu nennen. Nennt es, was es ist: das GEG – beschlossen 2020 unter CDU-Führung.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sprache ist Politik. Wer das Framing bestimmt, bestimmt die Debatte.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Stimmt ihr zu – oder seht ihr das anders?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src=&#34;https://katja-diehl.de/wp-content/uploads/2026/03/heizungsgesetz.png&#34;&gt; 
    </content>
    <updated>2026-03-01T10:02:02Z</updated>
  </entry>

  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqs2hzkueps7a9qm6m76p43d2jxh50xwr49qwkv9ts5e67fj2g36naszyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nuz2flh2</id>
    
      <title type="html">Wenn unbequeme Wahrheiten auf bequeme Kompromisse treffen: Michel ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqs2hzkueps7a9qm6m76p43d2jxh50xwr49qwkv9ts5e67fj2g36naszyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nuz2flh2" />
    <content type="html">
      Wenn unbequeme Wahrheiten auf bequeme Kompromisse treffen: Michel Friedman in Hamburg.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Gestern war ich beim Neujahrsempfang der Grünen. Michel Friedman hielt eine Rede, die mich erschütterte – und mich mit einem unguten Gefühl nach Hause gehen ließ. Nicht wegen seiner Worte. Sondern wegen der Reaktion darauf.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Michel Friedman stellte dem Publikum eine Frage: Ob wir uns sicher seien, dass Deutschland in ein paar Jahren noch eine Demokratie haben wird. Er selbst, sagte er, sei sich dessen nicht sicher.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und dann passierte etwas Irritierendes: Mehrere Stimmen im Publikum riefen laut „JA!“ – sie seien sich sicher.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Während Friedman gerade eindrücklich darlegte, warum er eben genau diese Sicherheit nicht mehr hat, während er von den vielen Anfangspunkten der Gewalt sprach, die wir bereits hingenommen haben, riefen Menschen im Saal ihre Gewissheit in den Raum. Als würde allein ihre Überzeugung die Demokratie schützen.„Spreche keiner von Mut, wenn er sein Gesicht zeigt“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Friedmans Rede kreiste um einen zentralen Punkt, den er mit einer Schärfe vortrug, die keinen Raum für Zweideutigkeit ließ: Wir müssen STOP sagen. Kompromisslos. Sofort. Immer.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wenn am Stammtisch rassistische Bemerkungen fallen. Wenn die Vereinsvorsitzende antisemitische Andeutungen macht. Wenn der geschätzte Freund, an dem wir doch so viele andere Seiten schätzen, plötzlich von „denen da“ spricht. Wenn der Vorgesetzte einen „Witz“ macht, der keiner ist.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Er zitierte aus seiner Rede vor dem Hessischen Landtag, wo er direkt an die AfD gerichtet sagte: &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;„Ich weiß, ich bin für Sie ein niemand. Für mich werden Sie immer ein Jemand sein. Denn die Würde des Menschen ist unantastbar.“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Genau diese Unantastbarkeit, so Friedman, verteidigen wir nicht durch Kompromisse mit denen, die sie abschaffen wollen. Wir verteidigen sie durch klare Abgrenzung.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Besonders eindringlich war Friedmans Kritik an der Verniedlichung: Hört auf, von „Protestwähler*innen“ zu sprechen! Bei allen anderen demokratischen Parteien nehmen wir den Wählerwillen ernst. Nur bei denen, die den Hass verstärken, erfinden wir diese bequeme Kategorie des Protests.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Menschen, die die AfD wählen, wählen eine Partei des Hasses. Punkt. Das ist keine Verwechslung, kein Versehen, kein missverstandener Protest. Es ist eine Entscheidung.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und die Frage, die Friedman stellte, hallt bei mir nach: Ist ein Dialog mit jemandem, der mir das Menschsein aberkennt, überhaupt ein Dialog?Bildung und Kultur – was Faschist*innen fürchten&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Friedman kritisierte die Einsparungen an Bildung und Kultur scharf. Denn genau das sei es, was Faschisten fürchten: Menschen, die es wagen, selbst zu denken. Menschen, die dieses Denken ausdrücken – in Tanz, Gesang, Text, Kunst. Menschen, die nicht auf einfache Antworten hereinfallen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und auch der Zugang zu Bildung sei es, der Kindern überhaupt erst Wege in die Demokratie eröffnen könne. So war es bei ihm eine geduldige Lehrerin, die ihm Deutsch beibrachte. „Kinder haben eine Würde. Und wenn man die dort schon nicht umsetzt, wie glaubwürdig ist man eigentlich, wenn man von der Würde des Menschen spricht.“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und spätestens 2026, mit den vielen Wahlen in Deutschland, so Friedman, müsse diese individuelle Verantwortung für die Demokratie unerbittlich gelebt werden. Es gehe nicht mehr um politische Präferenzen. Es gehe um die Grundfrage: Demokratie oder Autoritarismus.Und dann: Applaus für Kompromisse&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Nach dieser erschütternden, klaren, kompromisslosen Rede gingen die beiden Fraktionsvorsitzenden ans Mikrofon. Unter Applaus des Publikums betonten sie, wie wichtig es sei, Kompromisse zu bilden und einander zuzuhören.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber genau das hatte Friedman nicht gesagt!&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Für ihn gibt es an den Sollbruchstellen der Demokratie keine Kompromisse. Kein Zuhören mit denen, die die Demokratie abschaffen wollen. Sondern klare Widerrede. Und endlich, endlich den Start der Prüfung eines AfD-Verbots. Der Jurist nutzte seine Profession mit Vehemenz: Die Behauptung, dass eine juristische Vertretung in einem Prozess nur dann adäquat erfolgen könne, wenn bereits im Vorfeld die exakte Prognose eines Urteils möglich sei, widerspäche dem Konzept eines freien Landes. Sie entspräche dem Leben in Moskau, in Peking. Auch von Seiten der Gerichte wurde inzwischen bestätigt, dass die AfD in Teilen die Demokratie zu vernichten versuche. Da das Verfassungsgericht lediglich zu klären hat, ob die betreffende Aktivität ein hinreichender Grund für ein Parteiverbot darstellt, ist es nicht erforderlich, den Ausgang des Verfahrens abzuwarten. Auch hier hielt er den Spiegel vor: Immer wieder höre er, dass eine politische Diskussion mit der AfD geführt und sie in der Öffentlichkeit in Frage gestellt werden müsse. Genau das zu tun sei jedoch seit Jahren nicht zu beobachten. Diese Argumentation ist für ihn daher als Pseudoargument klassifiziert.Die bequeme Einladung zur Unbequemlichkeit&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Für mich fühlte sich dieser Moment an wie eine Metapher für etwas Größeres: Wir laden uns klardenkende, appellative, besorgte Redner*innen ein. Wir applaudieren ihren erschütternden Worten. Und dann gehen wir wieder über zu Business as usual.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wir nicken bei der Analyse. Aber bei der Konsequenz kehren wir zurück zu dem, was wir kennen: Kompromisse, Dialog, Ausgleich.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Friedman hat es in seiner Rede vor dem Hessischen Landtag gesagt: „Spreche keiner von Mut, wenn er sein Gesicht zeigt. Und wenn man es nicht tut, ist es keine Frage von mangelndem Mut, sondern von purem Opportunismus oder stillem Einverständnis.“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Vielleicht ist es genau das: Opportunismus. Die Bequemlichkeit, nach einer unbequemen Rede wieder in vertraute Muster zurückzufallen.Warum sind die anderen so laut und wir so leise?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Friedman fragte in seiner Rede: „Warum sind die anderen so laut und wir so leise? Warum sind wir so schüchtern als Demokraten?“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ich glaube, ich habe gestern eine mögliche Antwort gesehen: Weil Lautsein unbequem ist. Weil Kompromisslosigkeit anstrengend ist. Weil klare Kante Konflikte bedeutet – auch mit Menschen, die wir schätzen, auch innerhalb unserer eigenen politischen Lager.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber wenn wir in ein paar Jahren tatsächlich keine Demokratie mehr haben sollten, werden wir nicht sagen können: Wir haben es nicht gewusst. Wir haben es nicht gesagt bekommen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Michel Friedman hat es uns gesagt. Erschütternd klar.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Frage ist: Was machen wir jetzt damit?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Was meint ihr?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src=&#34;https://katja-diehl.de/wp-content/uploads/2026/01/Bremen1.png&#34;&gt; 
    </content>
    <updated>2026-01-17T11:26:55Z</updated>
  </entry>

  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqs22wdesqkk7x20aewxqxc5fr0c54q73qjwlp2glp0cweala9r7y3czyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nu3ef68g</id>
    
      <title type="html">Digitale Unabhängigkeit ist Mobilitätsgerechtigkeit. Virtueller ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqs22wdesqkk7x20aewxqxc5fr0c54q73qjwlp2glp0cweala9r7y3czyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nu3ef68g" />
    <content type="html">
      Digitale Unabhängigkeit ist Mobilitätsgerechtigkeit. Virtueller Trimm-Dich-Pfad zu #UnplugBigTech startet bald.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Warum startet eine Mobilitätsexpertin mit einem IT-Experten eine Artikelserie zu Ad-Blockern, E-Mail-Providern und Open Source?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Weil die Zukunft der Mobilität europäisch, open source und sozial gerecht sein muss. Und das geht nur mit #UnplugBigTech.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;a href=&#34;https://youtu.be/bN9EczTUyvo?si=KOPzmEI0LfXa6ozs&#34;&gt;https://youtu.be/bN9EczTUyvo?si=KOPzmEI0LfXa6ozs&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Solange wir unsere digitale Infrastruktur, unsere Daten, unsere Kommunikation und unsere Identität nicht selbst kontrollieren, bleiben wir abhängig – von Plattformen, die ihre Macht gegen unsere Interessen einsetzen. Das gilt für Social Media genauso wie für Navigationssysteme, Mobilitäts-Apps und digitale Bezahldienste.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Deshalb starte ich jetzt eine kostenfreie Artikelserie:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Von Ad-Blockern über sichere Messenger bis hin zu alternativen Betriebssystemen – Schritt für Schritt, praxisnah und so aufgebaut, dass ihr schnell spürbare Effekte bekommt, ohne euer digitales Leben sofort komplett umkrempeln zu müssen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Reihenfolge folgt drei Prinzipien: &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;✅ Schnelle Wirkung zuerst – Quick Wins ohne große Umstellung &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;✅ Fundament vor Feinschliff – stabile Basis für alles Weitere &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;✅ Große Schritte später – wenn ihr Routine habt und wisst, wofür ihr es macht&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wichtig: Das ist keine Konkurrenz zum großartigen Digital Independence Day, sondern einfach ein strukturierter Jahresplan basierend auf dem Wissen von Mike Kuketz, der seit Jahren unglaublich wertvolle Arbeit leistet. Wir machen ein Angebot zur Vereinfachung – für Menschen, die einen niedrigschwelligen Einstieg suchen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Abonniert meinen Newsletter, damit ihr nichts verpasst. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Weitere Supportmöglichkeiten findet ihr hier.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Unterstützt Mike Kuketz bei seiner Arbeit.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die gesamte Serie ist kostenfrei. Weil mir digitale Souveränität nicht als Luxus, sondern als Grundlage für eine gerechte Mobilitätszukunft wichtig ist.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Der erste Artikel erscheint bald. Es geht los!&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;#UnplugBigTech&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src=&#34;https://katja-diehl.de/wp-content/uploads/2026/01/unplug.png&#34;&gt; 
    </content>
    <updated>2026-01-13T11:52:00Z</updated>
  </entry>

  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqsfmpe3hcj0jcgkmlrt4gwqw2ux5z6yck6fetj6ft948mh5azup2lgzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nulk38jr</id>
    
      <title type="html">4,3 Milliarden Euro für neue Straßen – während Brücken ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqsfmpe3hcj0jcgkmlrt4gwqw2ux5z6yck6fetj6ft948mh5azup2lgzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nulk38jr" />
    <content type="html">
      4,3 Milliarden Euro für neue Straßen – während Brücken bröckeln und Züge ausfallen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) verkündet stolz: 16 Bundesstraßen- und sieben Autobahn-Neubauprojekte können nun begonnen werden. 710 Millionen Euro für Bundesstraßen, 3,6 Milliarden Euro für Autobahnen. Insgesamt 4,3 Milliarden Euro für neue Straßen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Begründung? „Ein starkes Zeichen für das Land und das wichtige Netz der Bundesfernstraßen.“ Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Bauindustrie jubelt: „Ein wichtiges Signal für den bauindustriellen Mittelstand.“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und ich frage mich: In welcher Welt leben diese Menschen eigentlich?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beton ist der „Baustoff des 20. Jahrhunderts“, doch sein ökologischer Fußabdruck ist enorm – bis zu 10 % der globalen CO₂-Emissionen stammen aus Zementherstellung. Spannende Zahlen finden sich auch hier (CO2-Emissionen von Infrastrukturprojekten im Straßenbau.) Autobahnbau in Berlin: 500.000 m³ Beton für die A 100. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Während 4,3 Milliarden Euro in neue Straßen fließen, sieht die Realität auf deutschen Straßen und Schienen so aus:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Brücken bröckeln. Tausende sind marode, sanierungsbedürftig, teilweise gesperrt. Der Rückstau ist gigantisch.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Züge fallen aus. Die Bahn ist chronisch unterfinanziert, das Netz veraltet, Verspätungen sind Normalität.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Der ÖPNV kämpft ums Überleben. Kommunen können sich Busse und Bahnen kaum noch leisten, Linien werden eingestellt, Takte ausgedünnt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Radwege fehlen oder sind gefährlich. Sichere Infrastruktur für klimafreundliche Mobilität? Fehlanzeige.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber hey, wir bauen neue Autobahnen. Prioritäten, oder?Schauen wir uns an, wofür diese 4,3 Milliarden Euro ausgegeben werden sollen:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;„Lückenschlüsse oder Ortsumgehungen“ – klingt harmlos, oder? Aber was bedeutet das konkret?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Lückenschlüsse bedeuten oft: Neue Autobahnabschnitte, die bestehende Strecken verbinden. Mehr Asphalt, mehr versiegelte Fläche, mehr Verkehr.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ortsumgehungen bedeuten: Straßen um Ortschaften herum bauen, damit der Durchgangsverkehr die Anwohner:innen nicht mehr stört. Klingt erstmal gut – aber was passiert tatsächlich? Neue Straßen erzeugen neuen Verkehr. Das ist wissenschaftlich belegt und nennt sich induzierter Verkehr: Wo neue Straßen gebaut werden, fahren mehr Autos. Nicht weniger.Anna Piechotta, Grünen-Abgeordnete, bringt es auf den Punkt:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Neubauprojekte werden gegenüber der Instandhaltung vorhandener Straßen priorisiert.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das ist der Kern des Problems. Wir bauen Neues, während das Alte verfällt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Warum?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Weil Neubau politisch sexy ist. Weil man ein Band durchschneiden kann, eine Plakette enthüllen, ein Foto machen. Weil Neubau nach „Fortschritt“ aussieht.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sanierung ist unsexy. Reparatur ist langweilig. Instandhaltung bringt keine Schlagzeilen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber genau das bräuchten wir.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Stellen wir uns mal vor, diese 4,3 Milliarden Euro würden anders eingesetzt:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Für die Bahn:&lt;br/&gt;Marode Brücken sanieren&lt;br/&gt;Schienennetz modernisieren&lt;br/&gt;Bahnhöfe barrierefrei ausbauen&lt;br/&gt;Taktung verbessern&lt;br/&gt;Personal aufstocken&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Für den ÖPNV:&lt;br/&gt;Kommunen bei der Finanzierung unterstützen&lt;br/&gt;Busse und Bahnen elektrifizieren&lt;br/&gt;Taktung verdichten&lt;br/&gt;Sozialtickets ausweiten&lt;br/&gt;Barrierefreiheit herstellen&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Für Radinfrastruktur:&lt;br/&gt;Sichere, durchgängige Radwege bauen&lt;br/&gt;Kreuzungen entschärfen&lt;br/&gt;Fahrradstraßen einrichten&lt;br/&gt;Abstellanlagen schaffen&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Für die Straße (ja, auch das!):&lt;br/&gt;Brücken sanieren, bevor sie einstürzen&lt;br/&gt;Straßenschäden beheben&lt;br/&gt;Lärmschutz verbessernWir investieren Milliarden in eine Infrastruktur von gestern, während die Welt von morgen längst Gestalt annimmt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Automobilindustrie befindet sich im Umbruch. E-Mobilität setzt sich durch – ob wir wollen oder nicht. Carsharing wächst. Junge Menschen kaufen seltener Autos. Städte denken Mobilität neu.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und die Politik? Baut Autobahnen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das ist, als würde man 2025 noch Telefonzellen aufstellen. Oder Videotheken eröffnen. Oder in Kohlekraftwerke investieren.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Es ist der Versuch, eine Vergangenheit zu retten, die nicht mehr zu retten ist.Minister Schnieder spricht von einem „starken Zeichen für das Land“. Ja, das ist es. Aber es ist das falsche Zeichen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Es ist ein Zeichen dafür, dass diese Regierung:&lt;br/&gt;Die Klimakrise nicht ernst nimmt&lt;br/&gt;Wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert&lt;br/&gt;Die Bedürfnisse der Menschen missversteht&lt;br/&gt;Lobbyinteressen über Gemeinwohl stelltDie Verteilung: Wer profitiert?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Schauen wir uns an, wo die Projekte umgesetzt werden sollen:&lt;br/&gt;Sechs Vorhaben in Bayern&lt;br/&gt;Vier in Nordrhein-Westfalen&lt;br/&gt;Drei in Hessen&lt;br/&gt;Verteilt auf insgesamt zwölf Bundesländer&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Bayern führt die Liste an. Überraschung? Nicht wirklich. Die CSU ist seit Jahrzehnten die Partei des Straßenbaus. Ministerpräsident Markus Söder fordert regelmäßig mehr Geld für bayerische Infrastruktur.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;NRW und Hessen folgen. Beide Bundesländer mit starker Automobilindustrie, starken Lobbyverbänden.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Frage ist: Wer hat diese Projekte politisch durchgesetzt? Und wessen Interessen dienen sie?Der bauindustrielle Mittelstand freut sich&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Bauindustrie spricht von einem „wichtigen Signal für den bauindustriellen Mittelstand“.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ja, natürlich. Die Bauindustrie profitiert von Neubauprojekten. Das ist ihr Geschäftsmodell.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber ist das ein Argument für sinnvolle Politik?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Nein.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Genauso gut könnte man argumentieren: „Wir müssen weiter Kohle fördern, weil die Kohleindustrie davon profitiert.“ Oder: „Wir müssen weiter Zigaretten verkaufen, weil die Tabakindustrie davon profitiert.“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das Wohl einer Branche ist kein Argument für schlechte Politik.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Deutschland braucht keine neuen Autobahnen. Deutschland braucht:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;1. Erhalt vor Neubau Saniert, was kaputt ist, bevor ihr Neues baut.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;2. Investitionen in klimafreundliche Mobilität Bahn, ÖPNV, Radinfrastruktur – das ist die Zukunft.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;3. Mut zur Priorisierung Nicht alles gleichzeitig. Sondern: Klare Schwerpunkte setzen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;4. Ehrlichkeit gegenüber den Bürger:innen Keine Symbolpolitik. Keine Geschenke an Lobbyverbände. Sondern: Politik, die den Herausforderungen unserer Zeit gerecht wird.Mein Fazit&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;4,3 Milliarden Euro für neue Straßen in Zeiten von Klimakrise, maroder Bahninfrastruktur und unterfinanziertem ÖPNV sind nicht „ein starkes Zeichen für das Land“.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sie sind ein Verrat an der Zukunft.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ein Verrat an den Menschen, die auf funktionierende Züge angewiesen sind.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ein Verrat an den Kommunen, die ihren ÖPNV nicht mehr finanzieren können.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ein Verrat an der jungen Generation, die mit den Folgen dieser Fehlentscheidungen leben muss.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und ein Beweis dafür, dass diese Regierung die Zeichen der Zeit nicht verstanden hat.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Während die Welt weiterzieht, baut Deutschland Autobahnen. Als gäbe es kein Morgen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber genau das ist das Problem: Wenn wir so weitermachen, wird es kein lebenswertes Morgen mehr geben.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src=&#34;https://katja-diehl.de/wp-content/uploads/2024/09/Sammelsurium-Cover-LinkedIN1.png&#34;&gt; 
    </content>
    <updated>2025-12-03T12:18:51Z</updated>
  </entry>

  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqsx295h5rvlw6vgqfnr4l8xyxde5t8nexf2vnzmt6wryz0l363lrkgzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nupqsw4c</id>
    
      <title type="html">Lobbying für 80.000 Euro: Wie Wolfram Weimer Zugang zur ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqsx295h5rvlw6vgqfnr4l8xyxde5t8nexf2vnzmt6wryz0l363lrkgzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nupqsw4c" />
    <content type="html">
      Lobbying für 80.000 Euro: Wie Wolfram Weimer Zugang zur Bundesregierung verkauft.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Weimer Media Group, Unternehmen des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer, verkauft „Einfluss auf politische Entscheidungsträger“. So steht es wörtlich in Verkaufsunterlagen für den Ludwig-Erhard-Gipfel 2026.&lt;br/&gt;Das berichtet Apollo News – definitiv kein „linkes“ Portal, aber selbst denen ist diese Form von Korruption offenbar zu viel.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Was hier passiert:&lt;br/&gt;Unternehmen können sich einkaufen, um mit Spitzenpolitiker*innen auf Panels zu diskutieren, an „exklusiven Executive Nights mit den Ministern“ teilzunehmen oder „vertrauliche Gespräche“ in einer „Besprechungs-Lounge“ zu führen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Angekündigt sind vier Bundesminister, Markus Söder als Schirmherr – und möglicherweise Bundeskanzler Friedrich Merz persönlich. Der Cheforganisator verspricht am Telefon: „Ich denke, dass wir die halbe Bundesregierung vor Ort haben werden.“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das Problem:&lt;br/&gt;Wolfram Weimer ist nicht einfach Veranstalter. Er sitzt als Staatsminister direkt im Bundeskanzleramt, gilt als einer der engsten Vertrauten von Merz – und kassiert mit. Denn laut Handelsregister gehört ihm weiterhin die Hälfte des Familienunternehmens (die andere Hälfte seiner Frau). Die Gewinne aus diesem Geschäft mit Politikzugang fließen direkt in seine Tasche.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Bundesregierung verschweigt das in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Warum uns das alle betrifft:&lt;br/&gt;Diese Form von bezahltem Zugang zur Politik ist kein Einzelfall – sie ist System. Das zeigt sich auch drastisch, wenn auch weniger „individuell vermarktet“ seit Jahrzehnten in der Verkehrspolitik.&lt;br/&gt;Erinnern wir uns an die Autogipfel: Jahrzehntelang hatten dort ausschließlich Konzernchefs von VW, BMW, Daimler Zugang zu Kanzler*innen und Minister*innen. Nie saßen Zivilgesellschaft, Umweltorganisationen oder Vertreter*innen des ÖPNV mit am Tisch.&lt;br/&gt;Nie gab es einen Mobilitätsgipfel für alle – sondern immer nur Industriegipfel für wenige.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das Ergebnis?&lt;br/&gt;Der Verkehrssektor verantwortet heute ein Viertel der deutschen Emissionen. Als einziger Sektor erreichte er noch nie seine Klimaziele. Nicht trotz, sondern wegen dieser exklusiven Zugänge.&lt;br/&gt;Weil Industrieinteressen wichtiger waren als gesellschaftliche. Weil die, die zahlen können, bestimmen dürfen. Weil demokratische Politik durch bezahlten Einfluss ersetzt wurde.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Meine Frage:&lt;br/&gt;Wann fordern wir transparente, inklusive politische Prozesse statt käuflicher Zugänge?&lt;br/&gt;Politik darf kein Produkt sein, das man kaufen kann.&lt;br/&gt;Demokratie bedeutet: Alle haben gleichen Zugang – nicht nur die mit dem dicksten Geldbeutel.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src=&#34;https://katja-diehl.de/wp-content/uploads/2025/11/Design-ohne-Titel4.png&#34;&gt; 
    </content>
    <updated>2025-11-17T16:05:28Z</updated>
  </entry>

  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqsx2sjjhgmtp8qmd2qguz3sfc2ukpcddf0lhsugj6yqnuwsv479ekszyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nuwtdjfp</id>
    
      <title type="html">Wenn NIUS sich so viel Mühe gibt, muss ich wohl etwas richtig ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqsx2sjjhgmtp8qmd2qguz3sfc2ukpcddf0lhsugj6yqnuwsv479ekszyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nuwtdjfp" />
    <content type="html">
      Wenn NIUS sich so viel Mühe gibt, muss ich wohl etwas richtig machen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das ultrarechte Online-Portal NIUS hat mir einen ausführlichen Hassartikel gewidmet. 5.847 Zeichen!!&lt;br/&gt;Chapeau für den Fleiß!&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Während ich mit einem VW-Arbeiter und anderen Expert*innen an einem Buch über die sozial-ökologische Transformation arbeite und dafür an Industriestandorte reise, um MIT den Menschen zu sprechen statt ÜBER sie – sitzt man bei NIUS am Schreibtisch und haut in die Tasten.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Warum das Ganze?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Eine aktuelle Studie von LobbyControl zeigt:&lt;br/&gt;Hinter solchen Diffamierungskampagnen stehen nicht nur autoritäre Kräfte, sondern auch knallharte Geschäftsinteressen. Von den 100 größten Lobbyakteuren nach Lobbyausgaben sind 81 Konzerne und nur 7 NGOs.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;NIUS selbst wird als Teil eines Systems beschrieben, das mit Desinformation und Verschwörungserzählungen vom „NGO-Komplex“ arbeitet – um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das Ziel:&lt;br/&gt;Hashtag#Zivilgesellschaftliche Akteure einschüchtern, die unbequeme Wahrheiten aussprechen.&lt;br/&gt;Die als Gegengewicht zur Übermacht finanzstarker Konzerninteressen fungieren.&lt;br/&gt;Die für Klimaschutz, Hashtag#Demokratie und soziale Gerechtigkeit streiten.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Dieser Angriff gilt nicht mir persönlich – er gilt uns allen.&lt;br/&gt;Er gilt der Vielfalt der Stimmen.&lt;br/&gt;Er gilt unserer Demokratie.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und genau deshalb habe ich eine klare Ansage:&lt;br/&gt;Community bedeutet nicht Spaltung, sondern Unterhaken.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Meine BahnCard 100 für 2026 haben wunderbare Menschen möglich gemacht. Jetzt sammle ich für 2027 – und jede Unterstützung ärgert NIUS nochmal richtig.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Denn sie zeigt: Wir lassen uns nicht mundtot machen.&lt;br/&gt;Wir fahren weiter durchs Land.&lt;br/&gt;Wir sprechen weiter mit den Menschen.&lt;br/&gt;Wir kämpfen weiter für eine Zukunft, die allen gehört.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wer NIUS besonders ärgern und gleichzeitig demokratische Arbeit unterstützen möchte: Ich biete dafür unzählige Möglichkeiten.&lt;br/&gt;Übersicht aller Wege des Supports.&lt;br/&gt;Oder gleich direkt was in meinem BahnCard100-Topf für 2027 werfen!&lt;br/&gt;Auf dass sie sich noch brauner ärgern!&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Danke an alle, die sich nicht einschüchtern lassen – so wie ich. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Welche Gedanken hast du zu solchen Kampagnen, die gegen Menschen wie mich immer und immer wieder gefahren werden?&lt;br/&gt;Die Geld, Zeit und Nerven kosten, weil die Justiz uns nicht schützt, sondern die Angreifenden?&lt;br/&gt;Waren dir diese Mechanismen bekannt?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src=&#34;https://katja-diehl.de/wp-content/uploads/2025/11/nius.jpeg&#34;&gt; 
    </content>
    <updated>2025-11-07T08:55:59Z</updated>
  </entry>

  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqsv90ezpvj9exjtp6dvrthl33h5mvfzgj4pehy7uxx2u9rle05cs2qzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nurnm4dn</id>
    
      <title type="html">Katzenladies, studierte Clowns und die Angst vor unbequemen ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqsv90ezpvj9exjtp6dvrthl33h5mvfzgj4pehy7uxx2u9rle05cs2qzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nurnm4dn" />
    <content type="html">
      Katzenladies, studierte Clowns und die Angst vor unbequemen Frauen.Oder: Warum Christian sich vor mir fürchtet – und warum das gut so ist.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Letzte Woche erschien ein Videopodcast über mich. Nicht über meine Argumente zur Verkehrswende, nicht über meine Positionen zu Mobilität oder Stadtplanung. Sondern über mich als Frau. Als Bedrohung.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Der Autor heißt Christian – wie lustig! Gag am Ende des Videos 😉&lt;br/&gt;Und in seinem Video wird sehr deutlich, was er in mir sieht – und was er fürchtet.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;a href=&#34;https://youtu.be/dG7t9tmwykA?si=vXT5M7qp4UhGDoHXWer&#34;&gt;https://youtu.be/dG7t9tmwykA?si=vXT5M7qp4UhGDoHXWer&lt;/a&gt; bin ich für Christian?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Lassen wir ihn selbst sprechen. In seinem Text schreibt er:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;„Bildung, Studieren, Expertin spielen, Karriere, Vorträge halten – das ist alles orwellsche Clownsscheiße. ‚Stark und unabhängig‘ ist die PsyOp Nummer eins. Frauen sind in der Regel entweder von einem Mann ‚abhängig‘ oder sie heiraten in irgendeiner Form den Staat.“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Für Christian bin ich also:&lt;br/&gt;Eine Frau, die „Expertin spielt“ (nicht ist – spielt!)&lt;br/&gt;Teil einer „PsyOp“ – einer psychologischen Operation zur Manipulation&lt;br/&gt;Jemand, der einen „Krieg gegen die traditionelle Familie“ führt&lt;br/&gt;Eine Bedrohung für eine Ordnung, in der Frauen „von einem Mann abhängig“ sein sollten&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Was bedrohe ich seiner Meinung nach?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sein Weltbild. Eine Ordnung, in der Frauen keine eigenständige Stimme haben, keine Bildung brauchen, keine Expertise entwickeln dürfen. Eine Welt, in der Frauen definiert werden durch ihre Beziehung zu einem Mann – oder zum Staat.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ich bedrohe die Vorstellung, dass Frauen sich klein machen, leise bleiben und ihre Rolle akzeptieren sollten.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und ja: Diese Bedrohung ist real. Denn genau das tue ich nicht.Was sieht Christian in mir? &lt;br/&gt;Eine Projektion seiner Angst.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Christian sieht in mir nicht Katja Diehl, die Mobilitätsexpertin. Er sieht nicht die Autorin, die Podcasterin, die Beraterin. Er sieht eine Stellvertreterin – eine Verkörperung dessen, was ihn bedroht:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Frauen, die sich Räume nehmen.&lt;br/&gt;Frauen, die sprechen, ohne um Erlaubnis zu fragen.&lt;br/&gt;Frauen, die studieren, arbeiten, verdienen – ohne dass ein Mann ihre Existenz legitimiert.&lt;br/&gt;Frauen, die sichtbar sind, laut sind, unbequem sind.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Für ihn bin ich keine Person mit Argumenten, die man widerlegen könnte. Ich bin ein Symbol. Und Symbole bekämpft man nicht mit Fakten – man bekämpft sie, indem man sie delegitimiert, lächerlich macht, entmenschlicht.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;„Orwellsche Clownsscheiße.“ „PsyOp.“ „Expertin spielen.“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das sind keine Argumente. Das ist Angst, verkleidet als Überlegenheit.Was bin ich wirklich?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ich bin eine Frau, die einen langen Weg gegangen ist.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ich war nicht immer laut. Ich war lange eine People Pleaserin, jemand, die es allen recht machen wollte. Die Konflikte vermied. Die sich kleiner machte, um anderen Raum zu geben.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber irgendwann habe ich verstanden: Kleinmachen schützt nicht. Es bestätigt nur die Erwartung, dass Frauen klein bleiben sollen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Also habe ich angefangen zu sprechen. Über Mobilität. Über Gerechtigkeit. Über die Frage, wem unsere Städte gehören – und wer das Recht hat, sich in ihnen sicher zu bewegen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ich habe Bücher geschrieben. Vorträge gehalten. Podcasts gemacht. Ich habe mich eingemischt, unbequeme Fragen gestellt, Widerspruch provoziert.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und ja: Ich habe studiert. Ich bin Expertin. Ich verdiene Geld mit meiner Arbeit. Ich bin unabhängig.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Nicht, weil ich gegen Familien bin. Nicht, weil ich Männer hasse. Sondern weil ich glaube, dass Frauen das Recht haben, ihr Leben selbst zu gestalten – genau wie Männer.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ist das radikal? Nur, wenn man glaubt, dass Frauen keine eigenständigen Menschen sind.Was sieht meine Community in mir?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das ist die Frage, die mich wirklich berührt. Denn im Gegensatz zu Christian kennen mich die Menschen, die meine Arbeit unterstützen, tatsächlich. Sie haben meine Texte gelesen, meine Vorträge gehört, meine Podcasts angehört.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sie sehen in mir:&lt;br/&gt;Jemanden, der komplexe Themen verständlich macht&lt;br/&gt;Eine Stimme für eine gerechtere, nachhaltigere Mobilität&lt;br/&gt;Eine Frau, die nicht perfekt ist, aber authentisch&lt;br/&gt;Jemanden, der auch dann weiterredet, wenn es unbequem wird&lt;br/&gt;Eine Kämpferin für eine lebenswerte Zukunft – für alle&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und sie unterstützen mich. Finanziell, emotional, durch Solidarität. Sie teilen meine Inhalte, widersprechen Hass, stehen an meiner Seite.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sie nennen es Unterstützung. Christian würde es vermutlich meinen „Bettlerinnentopf der Katzenladies über 50, die noch nicht zu Gott gefunden haben“ nennen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ich nenne es: Solidarität. Und sie bedeutet mir alles.Warum ich das Video veröffentliche&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Dieser Hass ist real. Er ist systematisch. Und er zielt nicht auf Widerlegung – er zielt auf Einschüchterung. Und er wird zu oft bagatellisiert. Einige Stimmen sind nach solchen Angriffen verstimmt – was ihr gutes Recht ist! Denn es ist nicht normal, wenn so etwas geschieht.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber ich lasse mich nicht einschüchtern.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Jeder dieser Angriffe zeigt mir nur eines: Ich bin genau richtig. Ich erschüttere Strukturen, die erschüttert werden müssen. Ich stelle Fragen, die gestellt werden müssen. Ich bin sichtbar – und das macht nervös.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Gut so.An alle, die mich unterstützen&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Danke.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Danke an alle, die widersprechen, wenn sie Hass sehen.&lt;br/&gt;Danke an alle, die meine Arbeit teilen, kommentieren, verstärken.&lt;br/&gt;Danke an alle, die mich finanziell unterstützen – ob für meine Sicherheit, mein BC100 oder einfach, weil sie glauben, dass meine Stimme wichtig ist.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ihr seid der Grund, warum ich weitermache. Ihr seid der Beweis, dass es mehr von uns gibt als von ihnen. Dass Solidarität stärker ist als Hass.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und an alle, die glauben, uns zum Schweigen bringen zu können:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ihr unterschätzt uns. Wir sind keine Einzelkämpferinnen. Wir sind Katzenladies, studierte Clowns, PsyOp-Überlebende und unbequeme Frauen mit Meinungen und Fahrrädern.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wenn du meine Arbeit unterstützen möchtest, findest du hier alle Möglichkeiten.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;#Feminismus #GegenHass #Katzenladies #UnbequemeFrauen #Verkehrswende&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src=&#34;https://katja-diehl.de/wp-content/uploads/2025/10/Design-ohne-Titel4.png&#34;&gt; 
    </content>
    <updated>2025-10-28T11:24:13Z</updated>
  </entry>

  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqsyps9qgzq8ljvu3cl3h86ax2wcqadfdjrhe49dm43eu33z3wjazqgzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nu9lx4sx</id>
    
      <title type="html">Hamburg hat entschieden: Ja zu Klimaschutz, ja zu einer ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqsyps9qgzq8ljvu3cl3h86ax2wcqadfdjrhe49dm43eu33z3wjazqgzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nu9lx4sx" />
    <content type="html">
      Hamburg hat entschieden: Ja zu Klimaschutz, ja zu einer lebenswerten Zukunft!&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Mehrheit der Hamburger:innen hat heute beim Hamburger Zukunftsentscheid für verschärfte Klimaschutzziele gestimmt. Das ist mehr als ein lokaler Erfolg – es ist ein Signal an ganz Deutschland.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Während in Berlin, Brüssel und anderswo über Verbote, Verzicht und angebliche Überforderung der Bürger:innen debattiert wird, haben wir in Hamburg etwas anderes gezeigt: Wir wollen Klimaschutz. Wir wollen verbindliche Ziele. Wir wollen eine lebenswerte Zukunft – und zwar jetzt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ein klares Votum – gegen fast alle etablierten Kräfte&lt;br/&gt;Hamburg muss nun seine Klimaneutralität um fünf Jahre auf 2040 vorziehen. Das Klimaschutzgesetz wird geändert, jährliche Zwischenziele werden verpflichtend, ein regelmäßiges Monitoring wird eingeführt. Und wenn die Ziele nicht erreicht werden, müssen Sofortprogramme her. Keine Ausreden mehr, keine Verschiebungen, keine leeren Versprechungen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Was dieses Ergebnis so bemerkenswert macht: Es kam gegen den erklärten Willen des rot-grünen Senats zustande. Gegen alle Bürgerschaftsfraktionen außer der Linken. Gegen die Handelskammer, die Handwerkskammer, den Industrieverband.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Grünen befanden sich in der absurden Situation, als Bürgerschaftsfraktion dagegen und als Partei dafür zu sein. Das zeigt, wie groß die Kluft zwischen institutioneller Politik und Basis mittlerweile ist.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Eine breite Allianz für die Zukunft&lt;br/&gt;Die Volksinitiative trugen mehr als 160 Organisationen: Umweltverbände wie BUND, Greenpeace und Nabu. Die Gewerkschaft Verdi. Der FC St. Pauli. Die Hamburger Kunsthalle, das Schauspielhaus, der Mieterverein Hamburg.&lt;br/&gt;Das ist keine kleine Blase von „Klima-Aktivist:innen“. Das ist die Mitte der Gesellschaft.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sozialverträglich und verbindlich&lt;br/&gt;Was mich an diesem Volksentscheid besonders beeindruckt: Die Initiative hat Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zusammengedacht. Kosten für energetische Sanierungen dürfen nur begrenzt an Mieter:innen weitergereicht werden. Vermieter:innen werden durch Förderprogramme entlastet. Es geht nicht um Klimaschutz auf Kosten der sozial Schwächeren – sondern um einen gerechten Übergang für alle.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das ist genau das, was wir in der gesamten Klimadebatte brauchen: Ambitionierte Ziele plus soziale Absicherung. Nicht entweder-oder, sondern sowohl-als-auch.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ein beachtliches Ergebnis – vor allem, wenn man bedenkt, wie sehr im Vorfeld gegen die Initiative mobilisiert wurde.&lt;br/&gt;Und ich bin überzeugt: Dieser Volksentscheid wird deutschlandweit Nachahmer:innen finden.&lt;br/&gt;Was wir gerade erleben, ist eine Dynamik, die politisch längst überfällig ist: Druck von unten.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wie seht ihr den Hamburger Volksentscheid? Wünscht ihr euch ähnliche Initiativen in eurer Stadt oder Region? Ich freue mich auf eure Gedanken.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src=&#34;https://katja-diehl.de/wp-content/uploads/2025/10/Hamburgs-Bevoelkerung-hat-gesiegt-Der-Klimaentscheid-war-erfolgreich-und-wird-meine-Stadt-zukunftsgerecht-aufstellen.png&#34;&gt; 
    </content>
    <updated>2025-10-12T19:14:11Z</updated>
  </entry>

  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqsgeszx46jm2chnrl26xhts95g8lj4ez2f3m0fgmnksnluf2x7du0qzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nuy4zane</id>
    
      <title type="html">Warum wir aufhören sollten, Demokratie wie einen ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqsgeszx46jm2chnrl26xhts95g8lj4ez2f3m0fgmnksnluf2x7du0qzyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nuy4zane" />
    <content type="html">
      Warum wir aufhören sollten, Demokratie wie einen Wildwest-Showdown zu inszenieren&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Alle feiern gerade, dass Melanie Amann Ulf Poschardt bei Reporterfabrik „in die Schuhe gestellt“ hat. Der Titel des Formats sagt schon alles: „High Noon“ – zwei ziehen die Waffen, eine*r bleibt stehen, eine*r geht zu Boden. Publikum jubelt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ich kann die Begeisterung nicht nachvollziehen – nicht, weil Amann es nicht gut gemacht hätte, sondern weil das Format selbst das Problem ist.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wenn wir politischen Diskurs wie einen Wildwest-Showdown inszenieren, bei dem es nur um Sieg oder Niederlage geht, dann haben wir schon verloren. Denn Demokratie braucht keinen Schnellsten am Colt – sie braucht Menschen, die einander zuhören.Das trügerische Versprechen der Kampf-Formate&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ja, Melanie Amann hat Ulf Poschardt kontern können. Aber das gelingt nur, weil sie auf Augenhöhe agiert – rhetorisch geschult, medial erfahren, resilient gegenüber Halbwahrheiten und Diffamierungen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Um jemanden wie Poschardt zu „entzaubern“, brauchst du nicht nur Faktenkenntnis, sondern auch die Fähigkeit, unter Druck schnell zu formulieren, Angriffe abzuwehren, nie aus der Fassung zu geraten. Diese Fähigkeiten sind nicht allen Menschen gegeben – und müssen es auch nicht sein. Nicht jede*r muss zum rhetorischen Gladiator werden, um gehört zu werden.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das eigentliche Problem liegt tiefer: Diese Formate bedienen ein diametrales System. Beide Seiten feiern sich im Nachgang als „Sieger*in“. Es geht um Triumph, nicht um Verstehen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sie triggern förmlich das Gefühl, dass es um Gewinnen und Überzeugen geht – nicht um Austausch von Perspektiven. Letzteres bräuchte es aber für echten Mehrwert.Was passiert eigentlich nach dem Duell?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die jeweiligen Bubbles applaudieren, teilen Ausschnitte, in denen „ihre“ Seite besonders gut wegkommt, und fühlen sich bestätigt. Niemand hat seine Perspektive erweitert, niemand wurde wirklich erreicht. Es ist performative Meinungspflege.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die Formate simulieren Auseinandersetzung, verhindern aber echte Verständigung. Und am Ende bleibt alles beim Alten. Nur die Gräben bei Zuschauenden sind ein bisschen tiefer geworden.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Was fehlt, sind Formate, die nicht auf Sieg, sondern auf Verstehen ausgelegt sind. Die Raum geben für Ambivalenzen, für „Ich weiß es auch nicht genau“, für das Aushalten von Widersprüchen. Aber das ist halt nicht klickbar, nicht teilbar, nicht memefähig.Das Gegenmodell: „Sind wir noch ein Volk?“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Dabei gibt es Alternativen. Die MDR-Dokumentation „Sind wir noch ein Volk?“ macht genau das Gegenteil von High Noon. Sie schafft Raum statt Ring.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Acht Menschen aus komplett unterschiedlichen Milieus werden porträtiert: ein Pegida-Gründer, eine türkischstämmige muslimische Rapperin, ein Wut-Bauer, eine Klimakleberin, eine überzeugte Pazifistin, ein ehemaliger Wehrdienstverweigerer, der sich angesichts des Ukrainekriegs nun doch militärisch ausbilden lassen will.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Der Film begleitet sie in ihrem Alltag und versammelt sie dann – virtuell im Schnitt – an einem Gesprächstisch. In der Realität würden sie nie aufeinander treffen. Wenn doch, würden sie einander nicht zuhören oder unverstanden auseinandergehen.Was macht dieses Format anders?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Kontextualisierung statt Reduktion: Wir sehen die Menschen in ihrem Leben, nicht nur als Meinungsträger*innen. Der Pegida-Gründer ist nicht nur „der Rechte“, die Klimakleberin nicht nur „die Aktivistin“ – sie werden als Menschen mit Biografien, Ängsten, Widersprüchen sichtbar.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sensible Moderation: Es gibt einen Moderator, der die Punkte des Gegenübers auch mal anders darstellt, umformuliert, verständlich macht. Niemand kann dazwischenbrüllen. Der Schnitt zwingt zum Zuhören – auch uns als Zuschauende.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Raum für Komplexität: Das Format behauptet nicht, am Ende wären alle einer Meinung. Es zeigt ehrlich: Wir liegen weit auseinander. Aber es macht nachvollziehbar, warum jemand so denkt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Beim Zuhören lernen wir auf sanfte Weise andere Perspektiven kennen, ohne dass jemand „gewinnen“ muss. Die Protagonist*innen tauschen sich aus über die Triggerthemen dieser Gesellschaft: Migration und Klima, Krieg und Gender. Sie sprechen über ihre Auffassungen von Demokratie und darüber, was schiefläuft in diesem Land, was uns trennt und spaltet, aber auch was sie sich für die Zukunft wünschen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;So wird jede*r verständlich mit seiner oder ihrer Perspektive, in seiner oder ihrer politischen Haltung. Und so wird auch deutlich, wie weit die Positionen auseinanderliegen, wie grundsätzlich unterschiedlich die Vorstellungen sind.Die entscheidende Frage: Wieviel Pluralismus können wir aushalten?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Der Film zieht kein Fazit – das können die Zuschauenden selbst. Dabei wird deutlich, dass es keine einfache Antwort auf die Frage gibt „Sind wir noch ein Volk?“ und dass wir dringend reden müssen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Die zentrale Frage lautet: Wieviel Pluralismus kann die deutsche Gesellschaft aushalten? Ist Meinungsvielfalt nicht auch Teil einer gesunden Demokratie, solange wir dem anderen mit seiner Meinung einen Raum geben?&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Genau das fehlt in den Kampfformaten: die Bereitschaft, Menschen verständlich zu machen, statt sie vorzuführen. Reporterfabrik &amp;amp; Co. sind Infotainment für die eigene Bubble. „Sind wir noch ein Volk?“ ist anstrengender, weniger befriedigend für das eigene Bestätigungsbedürfnis – aber demokratisch essentiell.Was wir wirklich brauchen&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Wir brauchen mehr Formate, die nicht fragen „Wer hat gewonnen?“, sondern „Haben wir einander verstanden?“&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Formate, die nicht darauf ausgelegt sind, Komplexität zu reduzieren, sondern sie auszuhalten.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Formate, die Menschen nicht als rhetorische Gegner*innen inszenieren, sondern als Mitglieder einer Gesellschaft, die irgendwie miteinander klarkommen muss.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Denn solange wir nur feiern, wer wen „zerstört“ hat, kommen wir keinen Schritt weiter. Dann bleibt es bei High Noon – und am Ende liegen nur mehr Leichen auf der Straße.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Zum Weiterschauen:&lt;br/&gt;„Sind wir noch ein Volk?“ – MDR-Dokumentation, 29.09.2025&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Was denkst du? Brauchen wir mehr Kampf-Formate oder mehr Dialog-Räume? Ich freue mich auf deine Perspektive in den Kommentaren.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src=&#34;https://katja-diehl.de/wp-content/uploads/2025/10/Wenn-wir-Diskurs-als-High-Noon-inszenieren-verliert-die-Debatte-noch-mehr.jpg&#34;&gt; 
    </content>
    <updated>2025-10-04T13:39:28Z</updated>
  </entry>

  <entry>
    <id>https://nostr.now/nevent1qqs22hn60aqqstculrcawd28htfg4svs0jew6x068tnczt69hck9mxczyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nuyqehtr</id>
    
      <title type="html">Gedenkepisode She Drives Mobility für #natenom. Ein paar ...</title>
    
    <link rel="alternate" href="https://nostr.now/nevent1qqs22hn60aqqstculrcawd28htfg4svs0jew6x068tnczt69hck9mxczyrxm3xphzs0wlq7jqtwnk0eexhgf40fzgk6lpr4x9krlds4uqs7nuyqehtr" />
    <content type="html">
      Gedenkepisode She Drives Mobility für #natenom. Ein paar Gedanken.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Dienstag nehme ich mit Ansgar Hegerfeld und dindf Person, die einen Unfall wie dem von überlebte, die Gedenkfolge auf. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ich merke, das meine Anspannung steigt. Normalerweise gehe ich locker in die Aufnahmen, weil ich Freude daran habe, mich ein Gespräch auszuliefern.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Für Dienstag spüre ich den Druck, die eigene Betroffenheit zu kanalisieren und zusammen mit den beiden Herren einen Appell zu schaffen, den Andreas sich gewünscht hätte.&lt;br/&gt;Es sterben weiterhin 8 Menschen täglich im Straßenverkehr, anonym.&lt;br/&gt;Ihre Tode werden so behandelt, als seien sie unvermeidlich.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;s ist so simpel, wie es immer schilderte: Wir wollen nur sicher Rad fahren. Nicht mehr – auch nicht weniger. Aber das ist uns nicht vergönnt. Das weiß ich von seiner Mama, die mir gemailt hat. Und aus euren Sprachaufnahmen an mich, in denen ihr euer Leben als Radfahrende schildert.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Fußgänger:innen und Radfahrer:innen werden einer autozentrierten Infrastruktur ausgeliefert, bei Konflikten und tödlichen Crashs folgt Victim Blaming.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das ist inakzeptabel und das werden wir adressieren.&lt;br/&gt;(Nicht nur) für Andreas.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; &lt;img src=&#34;https://katja-diehl.de/wp-content/uploads/2024/04/natenom.png&#34;&gt; 
    </content>
    <updated>2024-03-29T21:32:15Z</updated>
  </entry>

</feed>