Ich finde es skurril das genau eine Religion eine Bezeichnung für dessen radikale Form hat mit kaum sprachlichen Unterschied zum Namen des Glaubens: Der Islam und der Islamismus.
Im Christentum und anderen Religionen gibt es den Klerikalismus oder Fundamentalismus. Der einzige Weg es Anhänger:innen dieser Religion vorzuwerfen radikal zu sein ist diese als radikal, oder mit diesen Fachwörtern spezifisch, zu bezeichnen. Sich davon zu distanzieren ist einfach, „Ich bin ja nicht radikal und kein Fundamentalist.” Als Anhänger des Islams sich vom Islamismus zu distanzieren ist vielleicht im Wortlaut leicht möglich, sprachlich aber plötzlich schwieriger. Das erkennt man z.B. daran das die Bundestagsfraktionsvorsitzende der Grünen, Katharina Dröge nprofile1qy2hwumn8ghj7un9d3shjtnyd968gmewwp6kyqpq6qdg9ftkcwactnh04eslc7uys0qqlcpkeq7gu92j3p7ee9v7s0aqnagznf (nprofile…gznf), es einst in einer Bundestagsrede als „Gift des Islams” bezeichnete und später auf Twitter korrigierte sie meinte „Gift des Islamismus”.
Diese sprachliche und demnach auch geistige Differenzierung ist schwieriger, und gerade in einer Zeit der Islamfeindlichkeit sollten wir uns fragen warum das so ist.