Ich habe aber die entscheidenden Fragen zur Methodik der Empirie der Impfwirkung nirgends gesehen. Die derzeit angewandte Methodik basiert auf _Annahmen_. Kein Journo hat sich darüber Gedanken gemacht, was dazu geführt hat, dass Aussagen sogenannter Experten eben unhinterfragt stehen blieben.
Das ist jetzt eine Detaildiskussion, die aber wichtig wäre. Nämlich um der Annahmen willen. Die ganze "Corona-Diskussion" ist voll von unhinterfragten Annahmen. Das hat sich nicht mal geändert, als die Narrative der "Experten" zu bröseln begannen und durch neue ersetzt wurden, die dann genausowenig fundiert waren, wie die alten.
Darin liegt auch das Problem des Zeit-Artikels. Der geht ganz selbstverständlich davon aus, dass ja irgendwas auch "richtig" gewesen sein müsse. Tja, und das ist halt auch Annahme, die auf anderen Annahmen basiert.
Von Goethe gibt es da so ein Wort bezüglich der Knopfleiste an der Jacke: wer mit dem ersten Knopf schon schief liegt...
Nochmal: wir haben praktisch nix an wissenschaftlicher Arbeit (Streeck ist noch einer der wenigen, die geliefert haben), dafür ganz viel Expertenmeinung. Also Behauptungen ohne Beleg.
Man kann das ganze auch nachverfolgen, wenn man die Entwicklung der Narrative in den Medien, vor allem ihre Veränderung, beobachtet. Was Impfstoffe betrifft: die Idee vom "Gamechanger" hat sich im Januar 2022 verabschiedet. An der Stelle hätten die Journos ernstere Fragen an die "Experten" stellen müssen.
Ich deute mal an, wo das eigentliche Grundproblem liegt: in der Baby-Logik, dass, was man nicht sieht, auch nicht da ist. Auf diesem Denkfehler basiert die ganze Logik der "Maßnahmen". Den ersten Labor-bestätigten Nachweis von Sars-2 in Deutschland hat man mit dem ersten Auftreten gleichgesetzt. Im April gab es aber Auswertungen von Testergebnissen vom März, die, bei korrekter Interpretation, klar gemacht haben, dass eben im März Sars-2 schon gleichmäßig über Deutschland verteilt war.
Die Annahme vom ersten Fall im Februar war schon Schwurbel. Und alles, was danach kam, war es auch.
Ein Kennzeichen für Schwurbel ist immer, dass die Behauptungen nicht hinterfragt werden dürfen. Aber genau das muss passieren. Alles, wirklich __alles__, muss auf den Prüfstand. Und genau das möchte die 'Zeit' eben nicht.
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