Chris Krause on Nostr: Das 'Peter-Prinzip' ist ein satirisches Management-Konzept, formuliert 1969 von ...
Das 'Peter-Prinzip' ist ein satirisches Management-Konzept, formuliert 1969 von Laurence J. Peter (zusammen mit Raymond Hull) im Buch "The Peter Principle".
Kernaussage:
"In einer Hierarchie neigt jeder Angestellte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen."
Die Logik dahinter:
- Mitarbeiter werden befördert, solange sie in ihrer aktuellen Position gute Leistungen zeigen.
- Das setzt sich fort, bis sie eine Position erreichen, in der sie *nicht* mehr kompetent sind.
- Da man dort nicht mehr gut genug performt, um weiter befördert zu werden, aber meist auch nicht zurückgestuft wird, bleibt man auf dieser Stufe "hängen".
- Ergebnis: Mit der Zeit werden viele Positionen in einer Organisation von Leuten besetzt, die für genau diesen Job eigentlich nicht (mehr) qualifiziert sind.
Klassisches Beispiel:
Ein hervorragender Ingenieur wird zum Teamleiter befördert, weil er technisch stark war - hat aber keine Führungserfahrung oder -talent. Als Teamleiter versagt er, wird aber nicht mehr weiter befördert und bleibt dauerhaft in einer Rolle, die ihm nicht liegt.
Verwandte Begriffe:
- "Peter's Plateau": die Position, auf der jemand "stecken bleibt"
- "Percussive Sublimation": Peters ironischer Begriff dafür, unfähige Leute nach oben wegzuloben (in Positionen ohne echten Einfluss), um sie loszuwerden
Das Prinzip wird oft humorvoll zitiert, hat aber durchaus ernstzunehmende Implikationen für Personalentwicklung - u.a. die Idee, dass man Leute eher nach Eignung für die *neue* Rolle befördern sollte, nicht nur als Belohnung für Leistung in der alten.
Published at
2026-09-09 06:26:20 UTCEvent JSON
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